Praeludio stellt sich vor

Praeludio® verbindet räumliche Flexibilität mit der Konzentration auf den Kundendienst für Klavierspieler. Daraus entstehen Vorteile. Mehr Aufträge ermöglichen nämlich einen größeren Erfahrungsschatz, an dem Sie als Kunde teilhaben können. Meine Eigenständigkeit eröffnet Ihnen darüber hinaus die Gelegenheit zu einer unabhängigen Beratung. Praeludio® ist in Bayern Ihr überregionaler Ansprechpartner!

Zum Seitenanfang Gute Stimmung inspiriert

Stimmung ist Lebensqualität!

Sind Sie schlecht gestimmt, so ist Ihre Zeit keinen Cent wert. Ist Ihr Klavier schlecht gestimmt, haben Sie keine Lust, darauf zu spielen. Das Spielen auf einem verstimmten Instrument ist keine Lust sondern eine Last.

Dagegen ist jede Sekunde Ihrer Zeit unbezahlbar, wenn Sie gute Laune haben! Ebenso verwandelt sich der Charakter des Klavierspiels grundlegend an einem gut gestimmten Piano:

Aus der Last des Übens wird die Lust am Spielen. Die gute Stimmung schenkt der Gegenwart den erstrebenswerten Mehr-Wert, indem sie die Erlebnisqualität unseres Lebens spürbar verbessert!

Zum Seitenanfang Empowerment für Klavierspieler, Klavierlehrer und Pianisten

Einladung zum Praktikum Selberstimmen

Wenn Sie eine Anleitung zum Stimmen von Flügeln und Klavieren suchen, so werden Sie die hier nicht finden. Meiner Ansicht nach ist das Thema zu komplex, um Sie nur mit einer theoretischen Anleitung ausgerüstet in die Vielfalt bestehend aus

zu schicken. Denn neben diesen Aspekten der Klavierstimmung geht es in der Praxis um Kybernetik, die nämlich

  • Ihr Wissen,
  • Ihr spezifisch ausgerichtetes Hören sowie
  • die Feinmotorik Ihrer Handarbeit beim Verändern der Saitenspannung
  • mit dem Ton als dem hörbaren Ergebnis Ihrer Bemühungen
  • zu einer Handlungseinheit verbindet.

Denn eigenwillig sein Klavier selbst stimmen, kann zu Ergebnissen wie dem folgenden Hörbeispiel führen:

Selberstimmen ohne Anleitung

Daher biete ich Interessierten als Ergänzung zur Theorie meine Begleitung im Rahmen des Praktikums zum Selberstimmen an, damit das Ergebnis Ihrer Bemühungen so harmonisch klingt, wie es das Hörbeispiel der Erststimmung einer erfolgreichen Selberstimmerin beweist:

Komplettstimmung Praktikum Selberstimmen

Wenn Sie wissen wollen,

  • was die gute Stimmung ausmacht,
  • welche Wege zur guten Stimmung führen und
  • wie die gute Stimmung wirkt,

dann werden Sie die folgenden Themen interessieren.

Anmerkung zu dem Hörbeispiel: Über den folgenden Link finden Sie alle Informationen zu den Ursachen der hier vorgestellten Verstimmung sowie ein Hörbeispiel des Ergebnisses eines erfolgreich absolvierten Praktikums Selberstimmen für den Hausgebrauch.

Zum Seitenanfang Gute Stimmung ist ein Gesamtkunstwerk

Die Klavierstimmung

Lassen Sie uns zuerst die Kriterien der Stimmung betrachten, bevor wir uns der Technik des Stimmens zuwenden.

Kriterien einer guten Klavierstimmung

Das Musizieren ist unter anderem ein natürliches Mittel der Selbstharmonisierung. Das Klavierspiel hat demnach eine erwünschte Wirkung. Diese wird meiner Ansicht nach von den folgenden drei Punkten beeinflusst:

  1. Hör-Lust
  2. Spielfreude
  3. Erfolg

Die Bestätigung der Hör-Lust sowohl durch die gute Stimmung als auch durch den Wohltemperierten Pianoklang sowie die Individualisierung der Spielart Ihres Pianos ergeben in der Summe mehr Spielfreude, die Ihnen das Tor zum Erfolg weit öffnet. Im Einzelnen werden Sie die folgenden Kriterien als Schlüssel zur guten Stimmung interessieren:

Zum Seitenanfang

Die Präzision der Stimmung

Die Stimmung wird für unser Gehör ganz besonders reizvoll, wenn dem Ohr ein präziser Ton geboten wird.

Hintergrundwissen: Beim Flügel und Klavier werden im Bass zuerst eine Saite, dann zwei und ab der Mittellage drei Saiten angeschlagen. Ein einzelner Ton besteht somit aus ein bis drei Saiten. Diese Saiten werden zueinander identisch gestimmt. Die Abweichung vom Ideal bestimmt die Präzision. Je geringer die Abweichung, umso höher ist die Genauigkeit. Die Begrenzung in der erreichbaren Exaktheit liegt neben

  • Konstruktion,
  • Material und
  • der Verarbeitung
  • an der individuellen Hörschwelle des Klavierstimmers.

Den Unterschied in der Wirkung von Musik verdeutlichen die folgenden beiden Beispiele. Es handelt sich lediglich um die Ihnen sicher bereits bekannte Version des Praeludio vor und nach dem Stimmen. Das Hörbeispiel wurde erstellt an einem neuen Kleinklavier von Yamaha aus der indonesischen Produktion. Auffallend ist nach der Stimmung die wesentlich stärkere Beruhigung aufgrund des präzise gestimmten Einzeltons sowie damit verbunden der Eindruck eines weitaus angenehmeren Klangs - ohne dass die Filze der Pianohämmer intoniert worden wären. Die Klangverbesserung ist lediglich eine Folge des präzisen Stimmens!

Präzision - verstimmte Einzeltöne Präzision - gestimmte Einzeltöne

Zu den Kriterien für die gute Stimmung

Ganzheitlichkeit hat Tiefenwirkung

Die Ganzheitlichkeit der Stimmung

Flügel und Klavier umfassen in der Regel mindestens 7 Oktaven. Das heißt die Stimmung muss auch über diese 7 Oktaven zueinander passen. Das ist insofern keine Selbstverständlichkeit, da sich das Stimmen nach Gehör an dem Oktavraum orientiert. Daher kann man es relativ oft hören, dass die Stimmung im Diskant in der Tonhöhe leicht abfällt. Das Kunstwerk einer Wohlfühlstimmung am Klavier ist demnach erst dann gelungen, wenn die Tonhöhe der Stimmung über 7 Oktaven gleich bleibt. Das Hörbeispiel wurde an einem Konzertflügel der Marke Grotrian-Steinweg erstellt.

Ganzheitlichkeit

Zu den Kriterien für die gute Stimmung

Diese Stimmung ermöglicht den freien Wechsel der Tonarten

Die aktuelle Gleichtemperierte Stimmung

Im nächsten Schritt muss die Stimmung das Kriterium erfüllen, in allen Tonarten gleichermaßen stimmig zu sein. Nur wenn diese Voraussetzung gegeben ist, funktioniert der freie Wechsel der Tonarten störungsfrei.

Es dauerte jedoch fast 200 Jahre, bis sich die heute aktuelle Gleichtemperierte Stimmung durchsetzen konnte. Die Gründe dafür sind vielfältig:

  • An erster Stelle steht die anfangs geringe Toleranz der Musiker gegenüber dissonanten Akkorden.
  • Die Wahrnehmung und Bewertung dissonanter Akkorde veränderte sich mit der Verwendung der Instrumente. So wirken Dissonanzen an einem obertronreichen klingenden Instrument wie dem Cembalo wesentlich unangenehmer als an einem Instrument mit einem grundtönigen Klang wie dem Pianoforte.
  • Der unterschiedliche zeitliche und personelle Aufwand für das Stimmen verschiedener Instrumente wie dem Clavichord, dem Cembalo oder der Orgel waren ein weiterer Grund, warum sich eine neue Stimmung nur langsam durchsetzen konnte. Vor allem die Orgel verzögerte eine schnellere Entwicklung.
  • Die Stimmbarkeit zwischen Cembalo und Klavier unterscheidet sich auch heute noch aufgrund der voneinander stark abweichenden Zugkräfte der Saiten grundsätzlich. Aber auch die Stimmbarkeit eines modernen Klaviers ist stark abweichend von der Stimmbarkeit eines historischen Hammerclavirs. Die Verbesserung der Stimmbarkeit des Klaviers begründet sich auf der mittlerweile höheren Qualität des Saitenmaterials.
  • Als Folge dieser Entwicklungen hat sich schließlich auch die Stimmtechnik verändert.

Aus den Anforderungen an die Präzision der Stimmung kann man schließen, dass die Gleichtemperierte Stimmung schwer zu stimmen ist. Hier finden Sie Hörbeispiele von gleichtemperiert gestimmten Klavieren und Flügeln. Ferner kann man bei der Gelegenheit feststellen, dass sich die Technik des Stimmens entwickelt und verbessert hat. Mehr zur aktuellen Entwicklung der Stimmtechnik erfahren Sie auf der folgenden Seite.

Frage: Habe ich also hinsichtlich der Art der Stimmung heute keine Auswahl mehr?

Antwort: Natürlich haben Sie eine Wahl! Vor allem wenn Sie viele Komponisten spielen, die vor 1800 lebten. Bei der bis circa 1750 weit verbreiteten Mitteltönigen Stimmung gab es einzelne Intervalle, z.B. die so genannten Wolfs-Quinten, (Hörbeispiel erstellt an einem Spinett des Cembalobauers Gerhard Ranftl),

Mitteltönige Dreiklänge Mitteltönige Quinten Mitteltönige Terzen Mitteltöniges Praeludio

die deutlich hörbar eine Rauheit enthielten. Diese Intervalle setzen die Komponisten gezielt an den Stellen ihrer Werke ein, an denen sie mehr Spannung vermitteln wollten. Mit einer Gleichtemperierten Stimmung fallen diese bewusst spannungsgeladen gestalteten Elemente aber gar nicht mehr auf. Hier finden Sie Hörbeispiele historischer Stimmungen sowie der Gleichtemperierten Stimmung durchgeführt und aufgezeichnet an dem oben bereits erwähnten Spinett.

Terzen und Sexten sind im Vergleich zu Quarten und Quinten disharmonischer, da sie stärker schweben. In der Gleichtemperierten Stimmung, die man auch die Gleichschwebende Stimmung nennt, schweben die Intervalle in allen Tonarten gleich-mäßig. Das werden Sie beim folgenden Beispiel feststellen, wenn die Terzen innerhalb der Referenzoktave gleichmäßig schweben und mit jeder Tonstufe schneller werden. Die folgenden Aufnahmen wurden an dem bereits erwähnten Flügel der Firma Grotrian-Steinweg erstellt.

Dur-Terzen Referenzoktave

Dass sich Dur-Terzen und Sexten im Klangcharakter aufgrund der annähernd gleich schnellen Schwebungen sehr ähnlich sind, werden Sie im folgenden Beispiel feststellen. Sie hören die Terz und die Sext dreimal hintereinander im Wechsel angeschlagen:

Terz-Sexte Vergleich

Mit diesen Hörbeispielen wollte ich im Rahmen der Gleichtemperierten Stimmung festhalten, dass schwebende Intervalle korrekte Elemente der Klavierstimmung sind. Häufig begegnet man als Klavierstimmer Sängern, Bläsern und Streichern, die es beim Spiel auf ihren jeweiligen Instrumenten gewohnt sind, die Tonhöhen derart zu intonieren, dass sie reine Intervalle erzeugen, und sie daher auch beim Klavier reine Intervalle erwarten. Darüber hinaus scheint der falsche Glaube verbreitet zu sein, dass ein schwebendes Intervall ein verstimmtes Intervall sei. Reine Intervalle sind bis auf die Oktave am Klavier und Flügel nicht möglich. Das ergaben schon die Berechnungen von Pythagoras rund 500 Jahre vor Christi Geburt. Insofern liest man von der Klavierstimmung oftmals, dass es keine Stimmung sondern eine leichte Ver-Stimmung sei. Richtig ist, dass es sich um eine sehr kontrolliert ausgeglichene Verteilung der Tonabstände handelt, die eben das Optimum erlaubt, auf dem Piano als einem Musikinstrument ohne die Möglichkeit zur Anpassung der Tonhöhe in allen Tonarten spielen zu können. Weitere Hintergründe zu den Besonderheiten der Klavierstimmung erfahren Sie auf der folgenden Seite zur Stimmtechnik. Darüber hinaus finden Sie auf www.praeludio.info zum besseren Verständnis der Stimmtechnik der aktuellen Gleichtemperierten Stimmung Hörbeispiele der regulär schwebenden Intervalle dieses Stimmungssystems.

Anmerkung: Die Gleichtemperierte Stimmung ist sowohl mit der Gleichschwebenden Stimmung als auch mit der Gleichstufigen Stimmung identisch. Es handelt sich lediglich um unterschiedliche Bezeichnungen. Die letzten beiden Bezeichnungen beschreiben die Stimmung allerdings inhaltlich besser als der Begriff der Temperierung. Bei den temperierten Stimmungen handelt es sich um Abweichungen von der an Tasteninstrumenten mit 12 Tasten pro Oktave nicht möglichen reinen Stimmungen.

Zu den Kriterien für die gute Stimmung Kann es mehr als einen Kammerton geben?

Die Wahl der Grundtonhöhe

Wie die Überschrift bereits verrät, haben Sie auch hinsichtlich der Tonhöhe eine Wahl. Dies erstaunt insofern, da man von einer Tonhöhen-NORM spricht, die man den Kammerton nennt. Aktuell ist der Kammerton auf 440 Hertz festgelegt. Doch man einigte sich erst 1939 auf einer Tagung in London auf diese Norm. Zu Lebzeiten von Johann Sebastian Bach war der Kammerton in Deutschland einen halben Ton tiefer. Er betrug lediglich 415 Hertz. Daran können Sie ersehen, dass es keine absoluten Tonhöhen gibt. Hier finden Sie Hörbeispiele von Stimmungen mit unterschiedlichen Grundtonhöhen.

Die Grundtonhöhe ist frei wählbar. Wenn Sie mit anderen Instrumenten gemeinsam musizieren wollen, dann brauchen Sie die aktuelle Norm von 440 Hertz. Wenn Sie jedoch das Klavier zu Ihrer Entspannung benutzen, dann empfiehlt sich sogar eine niedrigere Tonhöhe, da diese auf unser Nervensystem beruhigender wirkt. Mit anderen Worten: Die Grundtonhöhe sollte sich nach Ihrer Stimmung und dem Verwendungszweck Ihres Instruments richten!

Zu den Kriterien für die gute Stimmung Dauerhaftigkeit ist der Versuch, das Unmögliche möglich zu machen

Die Stimmhaltung

Wie lange hält ein Klavier die Stimmung bzw. wie oft muss man ein Klavier stimmen lassen? Alle Jahre wieder, lautet die allgemeine Antwort. Denn die Schwankungen der Luftfeuchtigkeit ziehen Veränderungen der Holzfeuchtigkeit nach sich. Dadurch ändert sich das Volumen des Holzes. Bezogen auf die gewölbte Konstruktion des Resonanzbodens folgt daraus, dass die Saiten bei höherer Luftfeuchtigkeit mehr Spannung und bei niedrigeren Luftfeuchtigkeitswerten weniger Spannung bekommen. Wenn diese Schwankungen mehrfach stattfinden, dann kann man sich gut vorstellen, dass sich die Saiten ungleichmäßig an die Hebungen und Senkungen des Resonanzbodens anpassen. Diese Ungleichmäßigkeit der Saitenspannung hören wir als Ver-Stimmung. So weit so gut. Aber kann man ein Klavier eventuell so stimmen, dass es die Stimmung besser hält?

Ja, man kann ein Klavier so stimmen, dass es vergleichsweise die Stimmung besser hält. Hier gibt es Unterschiede in der Vorgehensweise der Klavierstimmer. Wie groß die Unterschiede sind, zeigt sich z.B. am Thema Höherstimmen. Mangels alternativer Informationen sowie lediglich aufgrund der immer wiederkehrenden Wiederholung der gleichen Aussagen sind diese zu einer Art Wahrheit geworden. So wird behauptet, dass man ein Klavier, das längere Zeit nicht gestimmt worden ist, mindestens zweimal im Abstand mehrerer Wochen stimmen muss. Wenn man jedoch mit moderner Technik arbeitet und darüber hinaus die Gelegenheit hatte, unter industriellen Bedingungen Erfahrung zu sammeln, dann ist es möglich, ein Klavier innerhalb eines einzigen Termins höher und rein zu stimmen. Dennoch muss man beim so genannten Höherstimmen unterscheiden, wie hoch man welches Klavier stimmen will. Das heißt, folgende Faktoren sind hinsichtlich eines Höherstimmens leistungsbegrenzend:

  • Wenn das Klavier vor 1939 gebaut worden ist, dann ist es in der Regel für eine niedrigere Grundtonhöhe konstruiert worden.
  • Oder wenn die Saiten Rostansatz zeigen, dann ist das Risiko von Saitenabrissen beim Höherziehen zu groß.
  • Aber vor allem wenn man am Klavier Hinweise auf Schäden durch zu geringe Luftfeuchtigkeit feststellen kann (Risse im Resonanzboden und Steg), muss man von der Belastung des Höherstimmens aufgrund höherer Zugkräfte abraten.

In dem folgenden Beispiel hören Sie den Unterschied zwischen einem auf 428 Hertz verstimmten und anschließend auf 440 Hertz gestimmten Flügel der Firma Bechstein. Aus der Geschichte des alten Pianos ist nur bekannt, dass es − wie mittlerweile zahlreiche Flügel − in Polen generalüberholt wurde, da dort für Klavierverkäufer ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis besteht:

Schlechte Stimmhaltung 428 Hertz Höher gestimmt 440 Hertz

Interessierte finden auf meiner Homepage www.praeludio.de weitere Hörbeispiele zum Höherstimmen.

Zu den Kriterien für die gute Stimmung Klavierstimmung - Konzertstimmung - Superstimmung

Die Spreizung - eine Besonderheit der Klavierstimmung

In der Literatur kann man zu diesem Thema die folgende Aussage lesen: "Vor allem die obersten und untersten Oktaven werden beim Klavier nicht rein, sondern gespreizt gestimmt." Doch die Stärke der Spreizung sowie der Bereich der Spreizung können sehr stark schwanken. Die Spreizung ergibt sich aus der folgenden Besonderheit des Klaviers:

Die im Vergleich zu anderen Saiteninstrumenten wesentlich stärkeren Zugkräfte erfordern eine höhere Zugfestigkeit der Saiten. Denn das Klavier ist

  • ein Saiteninstrument,
  • ein Tasteninstrument und
  • ein Schlaginstrument,

da die Saiten von Filzhämmern angeschlagen werden. Der An-Schlag ist es, der eine höhere Festigkeit der Saiten erfordert. Die Zugfestigkeit wiederum führt zu einer höheren Steifigkeit der Saiten. Die Steifigkeit bewirkt, dass die Klaviersaite nicht wie eine dünnere Saite schwingt. Dadurch ist die Aufteilung der Obertöne innerhalb der Saite leicht gespreizt. Dieses Phänomen ist als Inharmonizität bekannt. Da sich jedoch die hörbare Konsonanz zwischen verschiedenen Tönen aus der Übereinstimmung der Obertöne der beteiligten Töne ergibt, erfordert dies in der Folge eine der Oberton-Spreizung angepasste Stimmung.

Im folgenden Hörbeispiel können Sie selbst vergleichen zwischen einer Verstimmung ohne Spreizung und einer Stimmung mit Spreizung. Sie werden die öffnende Wirkung der Spreizung beim Hören feststellen. Die gespreizte Klavierstimmung hebt förmlich den Brustkorb, erleichtert die Atmung, verleiht dem Rücken mehr Spannung und verbessert somit spürbar Ihre persönliche Stimmung. Das folgende Hörbeispiel wurde an einem Kleinklavier der Marke Schimmel erstellt:

Klavierstimmung ohne Spreizung Klavierstimmung mit Spreizung

Offensichtlich haben Klavier- und Flügelstimmer in der Festlegung der Tonabstände gewisse Toleranzen. Diese Toleranzen sind der Spielraum zum Erreichen der jeweiligen Zielstellung. So lässt sich beispielsweise über den Einsatz der Spreizungen das natürliche Brillanz-Potenzial der Stimmung des Klaviers bzw. Flügels optimieren. Diese natürliche Brillanz in der Stimmung hat sowohl auf die Klavierspieler als auch deren Zuhörer eine mental öffnende und gleichzeitig eine körperlich spannungslösende Wirkung. Diese psychisch wie physisch gleichermaßen tiefgehende Wirkung verleiht der Klavierstimmung den Charakter einer Wohlfühlstimmung. Damit im Zusammenhang stellt sich dann die Frage: Welcher Stimmungs-Typ sind Sie?

Zu den Kriterien für die gute Stimmung Der Ton macht die Musik. Stimmt das?

Der Wohltemperierte Klang als Mehr-Wert zur guten Stimmung

Lassen Sie uns zuerst die Bedeutung des Wortes wohltemperiert klären:

Was denn die Wohltemperierte Stimmung sei und welche Aussage Johann Sebastian Bach mit seinem Werk, dem Wohltemperierten Klavier treffen wollte, führt heute immer noch zu angeregten Diskussionen. Dabei geht es im Wesentlichen um das Verständnis des Wortes temperieren. Damit ist aber nichts anderes als das Maß genau genommen sogar das Mittel-Maß gemeint. Damals war man nämlich tendenziell immer noch darum bemüht, annähernd rein zu stimmen. Aber diese Stimmungen schränkten Bach in seiner Freiheit der Wahl zu sehr ein. Denn bei dieser Art zu stimmen, standen nur ein Teil der möglichen Tonarten zur Verfügung. Ein beliebiger Wechsel der Tonarten war damals nicht möglich. Daher suchte er eine Stimmung, die es ermöglichte, in allen Tonarten spielen und vor allem komponieren zu können. Dass er diese Stimmung mittels Andreas Werckmeister gefunden hatte, bewies er mit dem Werk des Wohltemperierten Klaviers, das insgesamt 24 Stücke und somit je ein Stück in den 12 möglichen Dur- und Moll-Tonarten umfasst.

Das Mittelmaß der Lautstärke ist ein wichtiges Kriterium für die Ohrenfreundlichkeit des Klangs. Dieser Fortschritt wurde mit dem Romantischen Klangideal erreicht. Doch die Ohren wurden nicht von Anfang an mit Wohlklang verwöhnt. Als Bartolomeo Cristofori im Jahr 1709 die Hammermechanik entwickelte, gab es nämlich noch keinen Filz. Damals schlugen also lediglich hölzerne Hämmerchen gegen die Saiten. Um eine klangliche Verbesserung zu erreichen, wurden die Hämmerchen anfangs mit Leder überzogen. Erst um 1800 erfanden die Hutmacher den Filz. Henri Pape lies sich 1826 das Verfahren patentieren, wie man den Filz über die Holzkerne der Mechanik spannt. Aufgrund der so erreichten klanglichen Verbesserung hin zu echter Ohrenfreundlichkeit entwickelte sich anschließend das nun wohlklingende Piano zu einem richtigen Verkaufsschlager! Der typische Klavierklang, den wir von älteren Instrumenten kennen, ist ein Wohltemperierter Pianoklang. Bis heute überzeugt dieser romantische Klang den sensiblen und daher kritischen Hörsinn der Klavierspieler sowie des Publikums.

Gleichzeitig hat man mit dem Material Filz den Klavierspielern die Gestaltung der Klangfarben ermöglicht. Denn gute Filzqualität ist elastisch. Ein elastischer Filz verformt sich an den Klaviersaiten in Abhängigkeit von der Intensität des Anschlags. Dadurch kann die Zusammensetzung der Klangfarben unterschiedlich gestaltet werden.

Wenn sowohl die Stimmung als auch der Klang für unser Gehör optimiert sind, dann beginnt der Hör-Lust-Faktor zu wirken. Konkret wollen Sie dann mehr von diesem angenehmen, da entspannenden Klang und von dieser harmonischen Stimmung hören. Kribbelt es schon in Ihren Ohren?

Am Ende dieses Abschnitts biete ich Ihnen zum Vergleichen Hörbeispiele an. Es handelt sich um Aufnahmen von zwei verschiedenen Klavieren des gleichen Herstellers (Yamaha) aus dem gleichen Herstellerland (Indonesien). Doch das erste Klavier ist 113 cm hoch, während das das zweite Piano lediglich 110 cm hoch ist. Beim ersten Instrument wurden die Pianohämmer getränkt, um den Klang brillanter zu machen. Beim zweiten Instrument blieben die Filze der Klavierhämmer unbehandelt. Im Vergleich meint man bei der zweiten Aufnahme beinahe, dass der Moderator eingeschaltet sei. Daher rundet die Reihe dieser Beispiele eine Aufnahme mit dem Moderator des zweiten Instruments ab.

Brillanter Klavierklang Romantischer Pianoklang Moderater Klavierklang

Zu den Kriterien für die gute Stimmung

Stimmungsmanagement - was für eine unglückliche Wortwahl!

Gut gestimmt - besser wirken!

Kommen Sie mit! Überschreiten wir die Grenze der Klavier-Stimmung. Klären wir gemeinsam, wie die Stimmung wirkt:

  • Sind Sie immer gut drauf?
  • Hat die Stimmung Ihrer Mitmenschen einen Einfluss auf Ihre Stimmung?
  • Sind Sie ein aktiver Stimmungs-Typ? Das heißt
  • versuchen Sie sich selbst positiv zu stimmen? Und
  • nehmen Sie auch Einfluss auf die Stimmung in Ihrer Umgebung?

Die Wirkung der Stimmung hat zwei Richtungen: Sie geht sowohl nach innen als auch nach außen. Daher gilt, dass Sie nach außen besser wirken, wenn Sie innerlich gut gestimmt sind.

Das Wort Ton stammt von dem lateinischen Wort tonus, das mit Spannung übersetzt wird. Damit bezog man sich ursprünglich darauf, dass man eine Saite für verschiedene Tonhöhen unterschiedlich stark spannen muss. Bezogen auf Ihre innere Stimmung gefällt mir der folgende Vergleich:

Bei dem so genannten Stimmungs-Management geht es darum, die Spannung der inneren Besaitung durch geeignete Maßnahmen angemessen zu regulieren. Das ist eine Leistung der Selbstharmonisierung über das Klavierspiel. Nun wird klar, dass Sie tatsächlich besser wirken, wenn Sie gut gestimmt sind!

Begründung: Ihre Stimmung ist abhängig von der Tagesform. Auch wenn es um Ihre persönliche Stimmung geht, ist das Mittelmaß gesund. Belastungsspitzen halten wir aus. Aber Dauerstress macht krank. Denn lang anhaltender Stress bedeutet konkret, dass wir die Hinweise der Stressoren mangels Alternativen ignorieren müssen. Wie uns die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung zeigen, besitzt Stress eine durchaus sinnvolle Funktion. Bedrohliche Veränderungen sollen uns in Verbindung mit dem Stress-Signal zu einer Anpassung veranlassen. Doch sind für den Einzelnen Anpassungen an globale Veränderungen selten in Form einer schnellen Reaktion möglich. Daher gilt es vorrangig, sich zu entspannen, um den Stresspegel herunterzufahren, damit er sich nicht krank machend auswirken kann.

Zum Seitenanfang Erleben Sie, wie Pianisten für Sie eine faszinierende Pianosphäre gestalten!

Klavierkonzerte

Praeludio® engagiert sich für Kultur. An dieser Stelle erhalten Sie Informationen zu überregionalen sowie internationalen Veranstaltungen. Hinweise auf weitere Veranstaltungen finden Sie unter www.Klavierkonzert-finden.de.

Zum Seitenanfang Nach oben zu den Klavierkonzerten Henriette Gärtner spielt die Hommage à Czerny

Henriette Gärtner spielte im Neuen Schloss von Bad Lobenstein von Theodor Leschetizky (1830 - 1915) die Hommage à Czerny. Czerny wiederholt nun möglicherweise ganz leise und ein wenig bedrohlich Ihre innere Stimme. Ja, Czerny steht als Name für die bei Klavierschülern so ungeliebten Fingerübungen. Was man daraus machen kann, zeigt Leschetizky in seiner Hommage an seinen Lehrer. Indem er seinen Meister so ehrte, legte er den Grundstein, um selbst als ein großartiger Klavierpädagoge das Klavierspiel zu inspirieren.

Nach oben zu den Klavierkonzerten Zum Meisterkurs mit der Konzertpianistin

Klavier und Körper ein Zusammenspiel

Die renommierte Pianistin, Frau Dr. Henriette Gärtner, vermittelt die eigenen Erfahrungen

Die Ausgewogenheit von Interpretation und Gesundheit der Musiker stehen im Zentrum der Kurse. Die Konzertpianistin, Frau Dr. Henriette Gärtner, spricht mit Ihrer Einladung

  • fortgeschrittene Klavierschüler,
  • motivierte Studenten,
  • interessierte Klavierpädagogen sowie
  • Pianisten

an. Jeder soll seine persönlichen Erfahrungen einbringen können. Passend zu ihrer Doktorarbeit im Fachbereich Bewegungsphysiologie wird die Praxis am Klavier durch Körperübungen zur Entspannung sinnvoll ergänzt. Vermutlich einzigartig ist der fachliche Hintergrund, den Frau Dr. Henriette Gärtner im Rahmen der Körperübungen einbringen kann. Denn sie ist nicht nur Sportlehrerin fürs Gymnasium, sondern hat sowohl eine klassische Ballettausbildung als auch Erfahrung als aktive Leistungssportlerin gesammelt. Den erfolgreichen Transfer in die Praxis einer Konzertpianistin beweist Frau Dr. Henriette Gärtner Jahr für Jahr live in concert! So kann sich jeder Teilnehmer individuelle Lösungen aneignen, die ihm helfen, seine eigene Piano-Performance zu verbessern bzw. zu optimieren. Informieren Sie sich direkt auf der Homepage der Pianistin Henriette Gärtner.

Das Thema der Doktorarbeit lautet: Klang, Kraft und Kinematik beim Klavierspiel. Über ihren Zusammenhang - aufgezeigt an Werken aus der Klavierliteratur.

Nach oben zu den Klavierkonzerten Henriette Gärtner im Dialog mit ihrem Publikum

Gerne pflegt Henriette Gärtner mit ihrem Publikem den musikalischen Dialog, hier im Rahmen der Zugabe eines kleinen Werks des dänischen Komponisten Carl Nielsen, von den Zuhörern erlebt im Neuen Schloss von Bad Lobenstein.

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Damit aus dem Suchen ein Finden wird, können Sie verschiedene Möglichkeiten des Suchens nutzen. Zum einen biete ich Ihnen über das Stichwortverzeichnis eine Orientierung der Begriffe an, die ich selbst verwendet habe. Darüber hinaus gebe ich Ihnen nachfolgend den Hinweis, wie Sie die einzelnen Seiten einer Homepage nach Ihren eigenen Suchbegriffen durchsuchen können:

Tipp zur seiteninternen Suche

In den modernen Browsern gibt es eine einfache Möglichkeit, um die jeweils angezeigte Seite nach bestimmten Begriffen zu durchsuchen. Wenn Sie in Ihrem Browser im Menü auf Datei klicken, finden Sie dort den Unterpunkt Suchen. Nach einem Klick auf Suchen öffnet sich je nach Browser oben oder unten eine Zeile mit einem Eingabefenster. In dieses Feld geben Sie Ihren Suchbegriff ein, müssen dann möglicherweise noch auf dieReturn-Taste drücken, und bekommen wie von Zauberhand Ihren Suchbegriff in der Seite farblich hervorgehoben angezeigt, vorausgesetzt der gesuchte Begriff ist auf der Seite enthalten. Falls der Begriff mehrfach auf der Seite steht, können Sie mit den Pfeilen innerhalb der Suchleiste bequem zu den Markierungen springen.

Die Suchzeile lässt sich schneller über die Tastenkombination Strg (Steuerung) + F bzw. Ctrl (Control) + F aufrufen. Der Buchstabe F steht übrigens für Finden!

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